Informationen
Autorin: Melanie Raabe
Sprache: Deutsch
Titel:
Reihe/Einzelband: Einzelband
Seiten: 418
Verlag: btp
Veröffentlichung: Juli 2018, 978-3442757527
Vorliegenden Ausgabe: Taschenbuch, 10€
mit persönlicher Widmung
Inhaltsangabe
„Am 11. Februar wirst du am Prater einen Mann namens Arthur Grimm töten. Aus freien Stücken. Und mit gutem Grund.“ Gerade ist die junge Journalistin Norah von Berlin nach Wien gezogen, um ihr altes Leben endgültig hinter sich zu lassen, als ihr eine alte Bettlerin auf der Straße diese Worte förmlich entgegenspuckt. Norah ist verstört, denn ausgerechnet in der Nacht des 11. Februar ist vor vielen Jahren Schreckliches geschehen. Trotzdem tut sie die Frau als verwirrt ab, eine Irre ist sie, es kann gar nicht anders sein – bis kurz darauf ein mysteriöser Mann namens Arthur Grimm in ihrem Leben auftaucht. Bald kommt Norah ein schlimmer Verdacht: Hat sie tatsächlich allen Grund, sich an Grimm zu rächen? Was ist damals, in der schlimmsten Nacht ihres Lebens, wirklich passiert? Und kann Norah für Gerechtigkeit sorgen, ohne selbst zur Mörderin zu werden?
Meine Gedanken
Ein Thriller, bei dem ich wirklich lange gebraucht habe, hineinzukommen. Einerseits baute sich für mich alles viel zu langsam auf, andererseits wirkte es so auch nachvollziehbarer; die Geschehnisse wurden nicht einfach stumpf hintereinander abgeklappert, sondern es wurde auf einen verständlichen Aufbau Wert gelegt.
Es gibt nicht besonders viele Orte zu erkunden, im Grunde sind die Schauplätze immer die gleichen und die entsprechenden Beschreibungen ausreichend.
Norah ist eine Person, die ich bis zum Schluss nicht ganz greifen konnte, was vielleicht mit ihrer verlagerten Suchtproblematik hin zu exzessiven Rauchen zusammenhing. Die anderen Charaktere Boten trotz der Nebenrolle, zumindest teilweise mehr Tiefe.
Was ich spannend in der Umsetzung fand, war die Thematik von psychischen Problemen und von Schuldzuweisungen. Worte können einem ein Leben lang verfolgen. Der Schatten. Der Schatten, der Vergangenheit.
Letztlich sind es dann doch 4 Sterne geworden, wobei ich ehrlich sagen muss, dass diese Wertung hinsichtlich meiner Kritikpunkte, nur knapp erreicht werden konnte.



